Vermeiden Sie diese 5 Fehler bei der Zubereitung von Salat

Von essenzielles
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„Warum isst du Salat?“ – „Na weil er so gesund ist!“ So oft gehört und immer wieder sind wir enttäuscht und erstaunt. Wir meinen: Niemand sollte Salat essen weil er gesund ist oder weil er wenig Kalorien hat, sondern weil er einfach gut schmeckt.

Wenn er gut schmeckt! Denn vielleicht würden auch Sie viel öfter zu Salat greifen, wenn Sie ihn richtig zubereiten würden. Da man bei so etwas Einfachem wie Salat jede Menge falsch machen kann, haben wir die fünf häufigsten Fehler beim Zubereiten von Salat – und wie man sie vermeiden kann – für Sie zusammengeschrieben.

Fehler #1: Blattsalat nass marinieren

Kennen Sie das? Man wäscht den Salat, schüttelt ihn ab, gibt ihn in eine Schüssel, fügt Salz, Essig und Öl dazu. Wenn man ihn serviert, ist der Salat matschig und es bleibt eine Wasser-mit-Öltröpfchen-Lacke in der Schüssel zurück.

essenzieller Tipp: Damit Sie künftig mit dem perfekten Salat auftrumpfen können, schaffen Sie sich das must-have dafür an: eine Salatschleuder. Schleudern Sie den Salat nach dem Waschen gut trocken. Sie werden staunen, wie viel Wasser da zurückbleibt. Wasser, das Ihnen zukünftig den Salat nicht mehr verwässert und das Dressing bleibt besser an den Blättern haften.

Salatschleuder GemüseWenn Sie keine Schleuder aber einen Balkon oder Garten haben, machen Sie Folgendes: Waschen Sie den Salat, schütteln ihn ab, legen ihn auf ein sauberes Geschirrtuch, fassen Sie das Geschirrtuch an allen vier Ecken, gehen auf den Balkon oder in den Garten und drehen Sie das Tuch ganz schnell wie ein Karussell. Danach ist das Geschirrtuch zwar nass, aber Ihre Salatblätter fast trocken.

Fehler #2: Essig und Öl auf gut Glück über den Salat leeren

Es klingt so banal, einen Salat zu marinieren. Kann doch keine Hexerei sein. Weit gefehlt! Wer einfach Öl und Essig nach Gefühl aus dem Handgelenk über den bunten Salat schüttet, darf sich nicht wundern, wenn kleine und große Esser das „Grünzeug“ verweigern.

In unserer Kindheit war es sogar noch üblich, dass unsere Mütter und Großmütter das Dressing mit Wasser streckten, weil der Essig so sauer was. Igittigitt…

essenzieller Tipp: Ein echt gutes Dressing muss ein ausgewogenes Süße-Säure-Fett-Verhältnis und eine cremige Konsistenz haben. So geht’s:

  • Bestes kalt gepresstes Öl und Essig im Verhältnis 1:1 oder besser noch 2:1 mischen.
  • Wer die Kalorien im Auge behalten möchte, nimmt 1 Esslöffel Öl pro Person und ½ -1 Esslöffel Essig.
  • Es muss nicht immer nur Olivenöl sein. Aromatische Nussöle, Mohnöl oder Kürbiskernöl verleihen dem Salat einen speziellen Charakter. Außerdem profitieren Sie von einem idealen Fettsäuremuster.
  • In ein perfektes Salatdressing gehört kein Wasser (auch wenn viele das machen). Es verwässert die cremige Emulsion. Deshalb ist es ja auch wichtig, dass Sie vorher alles Waschwasser entfernen.
  • Wer es gerne ein bisschen süßer mag, verwendet Balsamessig.
  • Ist kein Balsamessig zur Hand rundet eine Prise Zucker oder Honig (Betonung auf Prise!!) die Säure jedes Dressings ab.
  • Damit eine perfekte cremige Emulsion entsteht, die auf den Salatblättern haftet und nicht in der Schüssel zurückbleibt, mixen Sie Essig, Öl und Salz (und ev. Zucker) unbedingt vorher. Am besten gelingt das mit einem Saucenbesen – das zweite must-have für Salat-Profis. Wir machen das gleich in der Salatschüssel und mischen danach alles mit den Händen gut durch.
  • Oder Sie schütteln alle Zutaten für die Marinade in einem kleinen Schraubglas (Deckel sollte innen nicht beschichtet sein – Säure könnte Weichmacher lösen) gut durch. Am besten gleich eine größere Menge auf Vorrat zubereiten. Den Rest im Kühlschrank aufbewahren und vor der Wiederverwendung erneut durchschütteln, weil sich Öl- und Wasserphase trennen.
  • Noch würziger wird das Dressing mit einem Klecks Senf.
  • Für „mollige“ Salatvarianten noch Joghurt oder Sauermilch/Dickmilch einrühren.

SaucenbesenFehler #3: Zuckergehalt von Balsamessig unterschätzen

Wir lieben Balsam-Essig wie Himbeer-Balsam-, Dattel-Balsam- oder den weniger bekannten Calamansi-Essig mit seiner eleganten Zitrus-Note. Ganz geringe Mengen genügen, um eine Sauce abzurunden, das Sodawasser zu verfeinern oder eben einen Salat in eine Geschmacksexplosion am Gaumen zu verwandeln. So gut sie auch schmecken, viele von ihnen gehören fast in die Kategorie Süßigkeit. Überschwängliches Verfeinern von Antipasti, Käse, Suppen, Saucen etc. kann zur wahren Zuckerfalle werden.

Bei einem kurzen Check im Supermarkt haben wir Zuckergehalte bis zu 71 g pro 100 ml gefunden. Ein Esslöffel von so einem Balsamessig (12 ml) liefert demnach 37 kcal und 8,5 g Zucker. Also fast 3 Würfelzucker in 1 Portion Salat! Auf Dauer macht das dann im wahrsten Sinne des Wortes keinen schlanken Fuß. Diese Essige also wirklich sparsam dosieren.

Fehler #4: Fertigdressings für den schnellen Bürosalat

Bei unseren Ernährungsworkshops lassen wir unsere Teilnehmer immer schätzen: Wie viel Gramm Fett verstecken sich in einem 75-ml-Portionspäckchen fertigem Joghurtdressing?

Das Ergebnis lässt so manche/n staunen und erschaudern, wo doch die Hauptzutat Magerjoghurt nach schlanker Linie klingt. Erschaudern deswegen, weil es sage und schreibe 20 g Fett sind. Das entspricht der Fettmenge von 2 ½ Portionspackungen Butter, wie man sie bei Frühstücksbuffets in Hotels bekommt.

Von Farbstoffen, Verdickungsmitteln und Konservierungsstoffen ganz zu schweigen.

essenzieller Tipp: Nehmen Sie sich daher das bisschen Zeit und mixen sich Ihr Dressing selbst aus Essig, Öl und Salz. Kann problemlos im Schraubglas ins Büro mitgenommen werden.

Regal mit Fertigsalatsaucen

Fehler #5: Immer nur Blattsalat essen

Kopfsalat und Eisbergsalat sind bei vielen Salatessern beliebt. Aber immer nur Blattsalate zu essen wird erstens auf Dauer langweilig und wirklich viele Nährstoffe haben sie nicht zu bieten. Zumal man davon ja nur kleine Mengen verzehrt. 100 g Blattsalat ist schon eine riesige Menge. Deshalb sagen wir immer, die grünen Blätter sind eigentlich nur Träger für die Marinade.

Als Basis sind nährstoffreichere Sorten wie Rucola, Vogerlsalat/Feldsalat oder Babyspinat natürlich ok. Unbedingt sollten bunte Farbtupfer den Blattsalat aufwerten. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Blogartikel Mythos oder wahr? Salat enthält viele Vitamine. Dort finden Sie jede Menge Tipps, wie Sie Ihren Salat perfekt aufpeppen können, um ihn in eine nährstoffreiche Hauptmahlzeit zu verwandeln.

Und hier verraten wir Ihnen eines unserer Lieblingsrezepte.

Rucola mit Sauerkirschen, Ziegenkäse und gerösteten Samen

(Zutaten für 2 Personen)

  • 100 g Rucola (Babyspinat oder Vogerl-/Feldsalat geht auch)
  • 2 EL Mandelstifte oder Pinienkerne
  • 2 EL Sesamsamen
  • 1 EL Mohnsamen
  • 2 EL Sauerkirschen (oder Cranberries)
  • 100 g Ziegenkäse in Salzlake (oder Feta)
  • 1 Jungzwiebel
  • 2 EL Mandelöl
  • 1-2 EL Balsam-Essig (z. B. Granatapfel- oder Himbeer-Balsam)
  • Salz

Rucola waschen und trockenschleudern. Mandelstifte bzw. Pinienkerne, Sesam- und Mohnsamen trocken in einer Pfanne rösten und auskühlen lassen. Aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden! Sauerkirschen grob hacken, Ziegenkäse würfeln, Jungzwiebel in Ringe schneiden und alles über den Salat geben.

Für die Marinade alle Zutaten mit einem Saucenbesen vermengen. Salat kurz vor dem Genießen gut mit der Marinade durchmischen.

Unser essenzielles Resümee

Salat steht bei figurbewussten Genießern auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Damit Sie künftig Ihren Salat nicht essen weil er so gesund ist, sondern weil er einfach fantastisch schmeckt, beherzigen Sie unsere essenziellen Grundsätze:

  • Blattsalate nach dem Waschen gut trockenschleudern.
  • Selbstgemachtes Dressing (ohne Wasser) aus Öl (1 Teil), Balsam-Essig (0,5 -1 Teil/e) und Salz (nach Geschmack) vorher zu einer Emulsion anrühren.
  • Blattsalat immer erst ganz knapp vor dem Servieren marinieren. Andere Gemüsesalate dürfen gerne auch länger durchziehen.

Was ist Ihr Lieblingssalatrezept? Verraten Sie es uns und hinterlassen Sie einen Kommentar!

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2 Kommentare

Lothar Rendulic 24. Juli 2021 - 11:34

Hallo aus Linz,
mich interessiert euer Check vom Supermarkt:
„Zuckergehalt von 82g pro 100 ml“ gefunden
in 12 ml (12 % von 100 ml) sind dann 8,5 Gramm
Wie errechnet sich das? 12 % von 82 Gramm = 9,84Gramm (im Artikel 8,5 Gramm)
Wo liege ich hier falsch?
Danke für Eure Antwort
LG Lothar
(ehemaliger Seminarbesucher)

Antworten
essenzielles 24. Juli 2021 - 15:43

Hallo Lothar,
vielen Dank, dass du so aufmerksam bist. Du hast natürlich recht. Da hat sich ein Fehler eingeschlichen. Es sollte 71 statt 82 g heißen 😉 Ist schon korrigiert.
Liebe Grüße nach Linz!

Antworten

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