Rezept des Monats

Von essenzielles
Rezept des Monats

Einmal mehr möchte ich heute unter Beweis stellen, dass man aus einem klassisch-österreichischem Gericht ein richtig gesundes Essen machen kann. So können Sie vielleicht auch eingefleischte Traditionsesser zum gesunden Genuss verführen 😉

Ich liebe roten Paprika. Er garniert mir in der Früh das Frischkäsebrot und darf in keinem Ragout oder Curry fehlen. Meistens knabbere ich schon beim Kochen eine halbe Schote davon weg.

Für mich hat der schlanke Spitzpaprika das feinere Aroma. Er hat mehr Biss und schmeckt aromatischer als die dicken Schoten. Deshalb möchte ich heute ein Rezept vorstellen, bei dem der rote Spitzpaprika eine Hauptrolle am Teller spielt.

„Echtes“ Paprikahendl

Das traditionelle Paprikahendl wird in Österreich ja leider immer nur mit Paprikapulver gemacht. Schade, eigentlich. Denn mit den frischen Schoten bringt man gleich eine ordentliche Portion Gemüse mit auf den Teller. Außerdem verwende ich das Keulenfleisch ohne Haut (vom Bio-Hendl, eh klar), weil damit jede Menge Fett gespart wird. Ich finde auch, dass Keulenfleisch intensiver schmeckt als Brustfleisch. Sie können aber nach Belieben auch dieses verwenden.

Die g’sunde Beilage macht’s!

Die klassische Beilage zum Paprikahendl sind Nockerl bzw. Spätzle. Statt dem klassischen „leeren“ Weizenmehl verwende ich Hafermark. Hafer gehört zu den absoluten Superfoods:

Hafer punktet vor allem durch seine löslichen Ballaststoffe. Das sogenannte ß-Glucan ist die Leibspeise für unsere guten Darmbakterien. Sie vermehren sich daraufhin bestens und leisten in unserem Darm und Immunsystem echte Longevity-Arbeit. Der Cholesterinspiegel bleibt im Lot, die Darmzellen gesund, das Immunsystem fit wie ein Turnschuh.

  • Hafer kann das Risiko von Dickdarmkrebs und Krebsvorstufen senken und Polypen sowie Entzündungswerte reduzieren.
  • Hafer entschleunigt die Verdauung. Wir bleiben länger satt, der Insulinspiegel steigt weniger stark an.
  • Hafer enthält 14 Prozent Eiweiß und trägt damit ordentlich zur natürlichen Versorgung mit dem Muskelfutter bei.
  • Hafer ist eine wertvolle Quelle für Mangan. Das Spurenelement ist für Aufbau und Erhalt von Knorpel und Knochen nötig.

Und hier nun das neue Rezept des Monats. Gutes Gelingen!

„Echtes“ Paprikahendl mit Hafernockerl

Zutaten für 3 Portionen

  • 1 Zwiebel
  • 3 große oder 4 mittlere rote Bio-Spitzpaprika (350 g)
  • 350 g Bio-Hühnerkeulenfleisch ohne Haut
  • 2 EL Rapsöl
  • 1/8 l Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • Salz, Pfeffer, etwas geräuchertes oder edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL Tomatenmark
  • Petersilie zum Garnieren
  • für die Hafernockerl
  • 100 g Hafermark
  • 1 Ei, etwas Salz
  • 90 ml Soda- o. Mineralwasser

Zwiebel und entkernten Paprika  in grobe Stücke schneiden. Beides wird am Ende ohnehin püriert. Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, salzen und pfeffern.

In Rapsöl von allen Seiten ca. 5 Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen.

Im Bratenrückstand die Zwiebel anschwitzen, Paprika zugeben, kurz rösten. Mit Paprikapulver und Tomatenmark würzen, kurz durchrühren und sofort mit Gemüsebrühe aufgießen. Zugedeckt ca. 10 Minuten weichdünsten. Danach mit einem Stabmixer sehr fein pürieren – geht am besten in einem separaten hohen Gefäß. Bei Bedarf die Konsistenz mit etwas Gemüsebrühe korrigieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fleisch und Soße zurück in die Pfanne geben und zusammen nochmals erhitzen.

Für die Hafernockerl alle Zutaten mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig vermischen. In einem größeren Topf Wasser zum Kochen bringen und den Haferteig mit einer Teigkarte durch das Spätzlesieb drücken. Sobald die Spätzle an die Oberfläche schwimmen, sind sie fertig. Abgießen und ganz kurz mit kaltem Wasser überbrausen.  Mit dem Paprikahendl servieren.

Mein Tipp: Hafermark bekommen Sie in Drogeriemärkten oder im gut sortierten Lebensmittelhandel als Bio-Produkt. Es besteht aus sehr fein vermahlenen Haferflocken.

Druck mich am besten gleich aus 😉

Wer noch mehr über Hafer wissen will:

Bewusst gesund auf ORF 2 vom 31. Oktober zu Hafer. Ich durfte als Expertin Auskunft geben. Die Sendung ist auch danach noch auf ORF on verfügbar.

 

Möchten Sie keinen Artikel mehr versäumen? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an. Neuanmeldungen belohnen wir mit 26 Tipps zum Abnehmen.