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Mit diesen 7 Tipps wachen Sie garantiert ohne Kater auf

Kater vermeiden

Die Silvesternacht ist lang, der Abend feucht-fröhlich und die Stimmung ausgelassen. Auf den Aperitif folgt zum Menü die entsprechende Weinbegleitung, danach ein vermeintliches Verdauungsschnapserl, um Mitternacht das obligate Glas Sekt – oder zwei oder auch drei – und danach noch ein Häferl rumgeschwängerte Feuerzangenbowle. Kein Wunder, wenn am Morgen danach die Schläfen pochen, der Magen rebelliert und der Kreislauf im Keller ist. Wie man solche unerwünschten Nachwehen am besten abwehrt, erfahren Sie hier.

Sollten Sie diesen Blog-Eintrag noch vor der Silvesternacht lesen, können Sie mit unseren essenziellen Tipps dem Kater vorbeugen, ohne auf das eine oder andere Gläschen zu verzichten. Und nach Silvester gilt: Die nächste lange „rauschende“ Ballnacht kommt bestimmt 😉

Wenn der Kreislauf Achterbahn fährt

Alkohol ist ein Zellgift, welches die Leber so rasch wie möglich abbauen muss. Er hemmt zudem das gefäßverengende Hormon Vasopressin, welches normalerweise Wasser im Körper zurückhält. Dadurch wird die Wasser-Ausscheidung über die Niere verstärkt. Das ist der Hauptgrund für den viel zitierten „Brand“.

Mit dem Wasser gehen vermehrt Elektrolyte verloren. Die Kombination aus Wasser- und Elektrolytverlust wirft den Kreislauf aus der Bahn. Der bekannte „Kater“ ist die Folge.

Neben dem hohen Wasserverlust werden die Kater-Beschwerden außerdem durch die giftigen Abbauprodukte des Alkohols – vor allem durch Acetaldehyd – hervorgerufen.


Woher stammt der Begriff „Einen Kater haben“?

Mit der männlichen Katze hat der Hangover rein gar nichts zu tun. Das Wort Kater dürfte sich vielmehr von „Katarrh“ (= Schleimhautentzündung) ableiten. Da die Beschwerden nach reichlichem Alkoholgenuss denen eines Katarrhs ähneln, meinte man früher „Ich habe einen Katarrh“. Im Laufe der Zeit wurde durch die sächsische Aussprache aus dem Wort Katarrh offensichtlich der berüchtigte Kater.


Alkohol ist nicht gleich Alkohol

Nicht jedes alkoholische Getränk wirkt am nächsten Tag gleich schlimm nach. Getränke die mehr sogenannte Kongenere enthalten, sorgen für besonders schlimmes „Stoffwechsel-Gewitter“.

Die Nachwehen einer langen Partynacht müssen nicht zwingend die Folge besonders großer Alkoholmengen sein. Wer, wie viel, wovon verträgt, ist individuell sehr unterschiedlich. Etwa jeder Vierte dürfte einer Literaturanalyse [1] zufolge gar gänzlich von Hangover-Symptomen verschont bleiben.


Was sind Kongenere?

Bei der Herstellung alkoholischer Getränke entstehen neben Ethanol noch Nebenprodukte, die u. a. für den jeweils typischen Geschmack verantwortlich sind (z. B. Fuselalkohole, Tannine, Aldehyde, Aceton). Besonders in dunklen Spirituosen wie z. B. Whiskey oder Tequila, aber auch in Rotwein ist der Kongeneranteil vergleichsweise hoch. In Vodka, Gin oder Weißwein ist ihr Anteil und damit auch die Katergefahr viel kleiner. Zumindest bei moderatem Konsum.Kater vermeiden


Verlockend aber wirkungslos: Wundermittel gegen den Kater

Viele kreative Köpfe witterten in der Vergangenheit bereits das Geschäft mit dem Kater. Alle möglichen Mittel und Supplemente wurden als wahre Wunderwaffen zur Bekämpfung von Brummschädel & Co. gepriesen.

Sogar eine wissenschaftliche Studie [2] widmete sich im renommierten Britisch Medical Journal diesem Thema. Die Autoren begutachteten die wenigen seriösen Arbeiten zur Vermeidung des Hangovers und kamen letztlich zu dem ernüchternden Schluss: Es gibt bislang keine überzeugenden Beweise dafür, dass eines der angepriesenen Mittel (vom Blutdruckmedikament Propranolol über diverse entzündungshemmende Arzneien bis hin zu Artischoken- oder Borretschpräparate) wirksam ist, um die Nachwehen übermäßigen Alkoholkonsums zu verhindern oder zu behandeln.

Eine Zeitlang versprach auch in Österreich ein Getränk mit Kaktusfeige Erleichterung nach durchzechten Nächten. So schnell es kam, so rasch war es auch wieder aus den Supermarktregalen verschwunden. Ob’s wohl auch hier an der nicht bewiesenen Wirkung [3] lag?

Unsere essenziellen Anti-Kater-Tipps

Der einzige Weg, um im Neuen Jahr frisch und fröhlich aufzuwachen, ist ganz einfach: keinen Alkohol trinken. Da wir uns mit diesem Rat wohl nicht allzu viele Freunde machen würden, haben wir hier noch jede Menge essenzielle Tipps gesammelt

  1. Trinken Sie nicht auf leeren Magen. Eine gute „Unterlage“ macht den Alkohol verträglicher. Allzu üppig und fett sollte das Anti-Kater-Mahl aber trotzdem nicht sein, denn sonst belastet es den Magen nur zusätzlich. Käsefondue, Tiramisu oder Blätterteig-umhüllte Braten liegen wie Steine im Bauch und machen frühzeitig müde. Am meisten freut sich Ihr Körper über bekömmliche Speisen wie Suppenfondue oder Hot Pot, Ofenkartoffel mit leichter Sauce, Karpfen bzw. Forelle blau oder Paella. Ist die Nacht noch lang, sind ein paar salzige Snacks besser als der Griff in die weihnachtliche Keksdose (siehe Punkt 4).
  2. Gönnen Sie sich nach jedem Glas mindestens die gleiche (oder besser noch doppelte) Menge Wasser. Abgesehen davon, dass der Alkoholkonsum im Rahmen bleibt, hilft viel Wasser den Flüssigkeitshaushalt im Lot zu halten.
  3. Mischen impossible! Bleiben Sie nach Möglichkeit bei einer Sorte Alkohol. Wer Bier, Wein, Schnaps und Sekt durcheinander trinkt, überfordert den Körper mit zu vielen verschiedenen Begleitsubstanzen (Kongeneren).
  4. Wärme, Zucker und Kohlensäure lassen den Alkohol besonders schnell ins Blut schießen und sind daher gefundenes Fressen für den Kater danach. Durch den Zucker wird im Körper außerdem der Abbau von Acetaldehyd gehemmt. Egal ob zuckerreiche Cocktails, Feuerzangenbowle oder Sekt & Co – begnügen Sie sich daher mit einem kleinen Gläschen.
  5. Histamin-empfindliche Personen genießen Rotwein, Champagner und Sekt am besten nur in kleinen Mengen, bzw. bevorzugen leichten Weißwein. Je länger gelagert ein alkoholisches Getränk wurde, desto mehr Histamin enthält es. Histamin ist bei vielen Menschen der Hauptgrund für Übelkeit und Kopfschmerzen.
  6. Trinken Sie Ihr Glas nie ganz leer. Das beugt dem gut gemeinten Nachschenken aufmerksamer Gastgeber vor.
  7. Hören Sie in sich hinein. Wenn Sie selbst spüren, dass es genug ist, dann folgen Sie den Zeichen Ihres Körpers. Sie werden am nächsten Morgen froh darüber sein.

Kater vermeidenDer Morgen danach – Katerfrühstück und viel frische Luft

Wer am nächsten Morgen dennoch mit einem dicken Brummschädel aufwacht, beginnt den Tag am besten mit einem ordentlichen Katerfrühstück.

Nicht jeder hat Gusto auf Essiggurkerl, Rollmops oder Gemüsesuppe. Salz und andere Mineralstoffe lassen sich auch mit einer Eierspeis, einem belegten Salzstangerl oder bei sehr beleidigtem Magen mit Kartoffelpüree oder klarer Suppe tanken.

Das allerwichtigste ist, den buchstäblich ausgetrockneten Körper wieder mit Flüssigkeit zu versorgen. Stilles Mineralwasser mit ein wenig Apfelsaft oder auch Sportlergetränke löschen den „Brand“, liefern Elektrolyte und fördern die Ausscheidung des Alkohols.

Finger weg von Reparatur-Seidel und Paracetamol

Wer den Kater mit Alkohol besänftigen will, kann nur verlieren. Obwohl Sie sich kurzfristig etwas besser fühlen, wird das Problem nur verschoben aber nicht aufgehoben. Denn durch den Alkohol belasten Sie die Leber weiter und das Problem des Katers wird nicht gelöst.

Wer Erlösung von seinen hämmernden Kopfschmerzen möchte, greift zu Präparaten mit Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin), aber nicht zu Paracetamol (in vielen Kombinationsschmerzmitteln und Erkältungsmitteln). Letzteres benötigt zur Entgiftung dieselben Enzyme wie Alkohol und konkurriert daher mit ihm.

Nach dem Katerfrühstück gehen Sie am besten an die frische Luft. Ein Spaziergang regt den Kreislauf an und hilft dem Körper, den Alkohol schneller abzubauen. Dabei können Sie auch darüber nachdenken, welche guten Vorsätze Sie im Neuen Jahr als Erstes umsetzen werden 😉


Berühmte Hangover-Suppe

In New Orleans wird traditionell die berühmte „Yaka Mein Soup“ gekocht. Diese enthält jene Ingridienzien, die der geplagte Kreislauf dringend braucht: eine salzige Rinder-Soja-Brühe, die mit Nudeln, Shrimps, Hühner- oder Rindfleisch und einem hart gekochten Ei serviert wird. Glaubt man der überlieferten Legende, so sollen Mitte des letzten Jahrhunderts die in Korea stationierten US-Soldaten das Geheimrezept gegen den Hangover in die USA importiert haben. Als heimische Alternative eignet sich die übrig gebliebene Suppe des Suppenfondues hervorragend als Antikaterfrühstück.


Welches ist Ihr persönliches Geheimrezept gegen den Kater? Verraten Sie es uns!

 

 

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