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Hibiskustee senkt erhöhten Blutdruck auf natürliche Weise

Hibiskus

Wenn Ihr Blutdruck nicht mehr ganz im grünen Bereich liegt und Sie lieber auf gesunden Lebensstil statt auf Medikamente vertrauen, sollten Sie zwar nicht abwarten, aber dafür umso mehr Tee trinken. Jedoch nicht irgendeinen Tee, sondern jenen aus der Pflanze Hibiscus sabdariffa.

Unverhofft kommt oft

Da wir uns in den letzten Wochen intensiv auf unser neues Seminar „Genussvoll durch die Lebensmitte“ vorbereitet haben (findet übrigens das zweite Mal dieses Wochenende in der Steiermark und im Frühjahr wieder statt), sind unsere regelmäßigen Blog-Einträge leider etwas zu kurz gekommen. Doch kein Nachteil ohne Vorteil: So kommen Sie nun in den Genuss einer spannenden Entdeckung, die wir im Zuge unserer Recherchen rein zufällig gemacht haben.

Nicht irgendein Hibiskus, sondern Roselle

Die vor allem im afrikanischen und mittelamerikanischen Raum sehr häufig für Gelees, Limonaden, Süßspeisen und vor allem Tee verwendete Blüte stammt von der schönen Roselle (botanisch Hibiscus sabdariffa), auch Afrikanische Malve oder Karkade genannt. Wir hatten im Sommer Besuch aus Jordanien. Als Mitbringsel bekamen wir diese köstlichen Blüten. Ihre Heilkraft ist dort bereits seit Langem bekannt ist.

Bei uns in Österreich erhältlicher Malventee bzw. Hibiskustee aus dem Teebeutel wird übrigens ebenfalls aus Roselle-Blüten hergestellt. Nicht zu verwechseln mit Hagebutten-Tee!

Roselle Roselle enthält wertvolle Antioxidantien

Kaum zu glauben was diese so kräftig rote Blüte alles zu bieten hat: Neben reichlich Vitamin C punktet sie mit wertvollen Pflanzenfarbstoffen, so genannten Flavonoiden (z. B. Anthocyanen und Quercetin) und anderen sekundären Pflanzenstoffen. Es werden ihr zahlreiche positive Gesundheitswirkungen nachgesagt, doch der Effekt auf den Blutdruck wurde bisher am häufigsten untersucht. Das veranlasste ein internationales Forscherteam, sich die einzelnen Studien dazu im Detail anzusehen, um in einer sogenannten Meta-Analyse all diese Ergebnisse zusammenzufassen [1].

Hibiskustee wirkt blutdrucksenkend

Welcher Inhaltsstoff genau für die positiven Eigenschaften des Hibiskustees verantwortlich ist, weiß man noch nicht genau. Vielleicht macht’s ja auch die natürliche Mischung der oben genannten Stoffe. Bluthochdruck-Patienten kann es egal sein. Wichtig ist, dass die rote Roselle wunderbar vor oxidativem Stress zu schützen vermag. In den untersuchten Studien sank der Blutdruck im Durchschnitt um 15,4 mmHg systolisch und 4,3 mmHg diastolisch bei Menschen, die bereits mit erhöhtem Blutdruck zu kämpfen hatten. Ein beachtlicher Wert – bedenkt man, dass Roselle frei von Nebenwirkungen, wohlschmeckend und billig ist.

2-3 Tassen Tee pro Tag genügen

Sie müssen für eine blutdrucksenkende Wirkung jetzt nicht literweise Tee trinken. Der eindrucksvolle Effekt stellte sich bereits bei 2-3 Tassen/Tag ein. Die meisten Studien dauerten 2-6 Wochen.

Das Forscherteam erwähnt allerdings noch einige offene Fragen: Wie verhält sich die Wirkung der Roselle in Kombination mit blutdrucksenkenden Medikamenten? Und wie sieht die Wirkung langfristig aus? Außerdem wurden fast alle Studien nur mit eher kleinen Probandenzahlen durchgeführt.

HibiskusUnser essenzielles Resümee

Hibiskustee schmeckt gut – im Sommer auch eisgekühlt sehr erfrischend – und ist billig. Spezialtipp: Wer ein Soda-Gerät zu Hause hat, kann den gekühlten Hibiskustee in die dazugehörige Flasche füllen und mit Kohlensäure versetzen – ergibt eine herrlich prickelnde, zuckerfreie Limonade.

In der Vorweihnachtszeit lässt sich daraus ein herrlicher Punsch machen. Einfach mit Gewürznelken, Zimtstangen, Sternanis und Kardamom, evtl. auch Ingwer, Muskat, Piment oder Wacholderbeeren würzen und mit Orangensaft verfeinern.

Für all jene, die nur einen leicht erhöhten Blutdruck haben, könnte Hibiscus sabdariffa dazu beitragen, einer medikamentösen Behandlung zu entgehen oder zumindest die Medikamentendosis in Absprache mit dem Arzt zu reduzieren. Wichtig sind daneben natürlich andere Lebensstil-Faktoren: Nicht rauchen, regelmäßiges Ausdauertraining und ein gesundes Körpergewicht. Auf andere Ernährungsfaktoren bei Bluthochdruck werden wir demnächst hier in unserem Blog eingehen.

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