Rezept des Monats

Von essenzielles
Rezept des Monats

Wer meinen Blog schon länger kennt, weiß, dass ich hier nur selten Fleischgerichte poste. Zum einen ist meist die Fantasie für Fleischgerichte größer als die für schmackhafte Gemüsespeisen und zum anderen sollte Fleisch ja eher eine untergeordnete Rolle am Teller spielen.

Wie viel Fleisch tut mir und der Umwelt gut?

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt nicht mehr als 300 g Fleisch und Wurst pro Woche (!) zu essen. Das wären an zwei Tagen rund 150 g für einen Erwachsenen. So kommt man in den Genuss der positiven Nährstoffe, die zweifelsfrei in Fleisch stecken (Eiweiß, Eisen, Zink, B-Vitamine), läuft dabei aber nicht Gefahr, zu viel der negativen Begleitstoffe (gesättigte Fette, Purine, etc.) aufzunehmen.

4x Fleisch pro Woche – geht das?

Natürlich kann man die 300 g auch anders verteilen. Wer gerne öfter Fleisch pro Woche isst, setzt am besten auf Gerichte, die mit kleineren Mengen auskommen, weil andere Zutaten dominieren. Das wären z.B….

  • Chili con Carne mit ganz vielen Bohnen, Mais, Paprika, Zwiebel und Kichererbsen
  • ein WOK-Gericht mit reichlich Wurzelgemüse und ein paar Rinderstreifen für den Fleisch-Geschmack
  • ein großer bunter Salat mit ein paar wenigen Hühnerstreifen

Wenn man also pro Gericht mit 75 g Fleisch pro Nase auskommt, dürfen auch viermal pro Woche Rind, Schwein, Huhn oder Pute auf den Teller. Nicht vergessen: Wurst zählt bei dieser Menge auch mit!

Ist weißes Fleisch gesünder als rotes?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Rotes Fleisch – also Fleisch von Rind, Schwein, Wild, Lamm bzw. Schaf und Ziege – ist reicher an Eisen, Vitamin B12 und Zink. Das sind Nährstoffe, die bei manchen Essern teils zu kurz kommen. Wer jedoch viel rotes Fleisch, vor allem Wurstprodukte isst, riskiert Studien zufolge ein erhöhtes Risiko für Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Schweinefleisch punktet besonders bei Vitamin B1, Geflügel punktet dagegen mit mehr Vitamin B6. Für weißes Fleisch besteht nach derzeitigem Wissensstand keine Beziehung zu Krebserkrankungen.

Mein Tipp: Wechseln Sie immer wieder zwischen rotem und weißem Fleisch und bleiben Sie bei moderaten Mengen. Das versorgt gut mit Nährstoffen bei geringem Risiko für Krankheiten.

So jetzt aber zum Rezept des Monats September. Es gibt Hühnerhaxerl mit viel Gemüse. Gutes Gelingen!

Gebratene Hühnerhaxerl mit Tomaten und Oliven

Zutaten für 2 Portionen

  • 6 Stk. Bio-Hühner-Unterkeulen
  • 2 Bio-Limetten
  • 6 Knoblauchzehen (3 davon für die Marinade)
  • 250 g Erdäpfel, festkochend oder speckig
  • 200 g Schalotten oder rote Zwiebel (geschält)
  • 100 g Oliven ohne Stein (besonders gut sind Taggiasche-Oliven)
  • 250 g Cocktailtomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • 3 EL gehackte Petersilie

Für die Marinade Limetten heiß waschen, abtrocknen und Schale abreiben. Dann die Früchte auspressen. Limettensaft, Limettenschale, 3 gehackte Knoblauchzehen und 2 EL Öl in einem Tiefkühlbeutel vermischen. Keulen rundum in kurzen Abständen quer einschneiden, salzen, pfeffern, in das Marinadensackerl geben und von außen gut durchkneten. Sackerl ganz knapp über den Keulen zubinden – so verteilt sich die Marinade am besten um die Keulen. Im Kühlschrank ca. 1 Stunde marinieren lassen.

Erdäpfel waschen, aber nicht schälen und in 4 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln in Spalten schneiden, 3 Knoblauchzehen hacken. Beides mit Erdäpfeln, Oliven  vermischen und mit Salz, Pfeffer und Thymian kräftig würzen. Gemüse auf dem Blech (+ Backpapier) verteilen. Falls Sie in Ihrer Gemüselade noch Paprika oder Pimentos übrig haben, können Sie diese auch mitverwenden.

Rohr auf 200°C vorheizen. Hühnerkeulen aus der Marinade nehmen und etwas abtupfen. In einer beschichteten Pfanne ohne Öl-Zugabe rundum scharf anbraten und zum Gemüse auf das Blech legen. Im Rohr (mittlere Schiene) ½ h  braten. Im Bratrückstand Paradeiser anbraten.

Keulen wenden und die Paradeiser zugeben. Nochmals ½ h braten. Keulen mit dem Gemüse anrichten und mit Petersilie bestreut servieren.

Mein Tipp: Wer auf der Kalorienbremse steht, kann die Haxerl nach dem Braten enthäuten und dann erst auf das Gemüsebett legen. Das spart doch einiges an Fett. Oder Sie tupfen überschüssiges Fett der Haxerl nach dem Braten etwas mit Küchenrolle ab.

Druck mich hier aus, sonst bin ich ab 1. Oktober wieder weg 😉

 

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